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Fasten und das Immunsystem 

Fasten: Was die kurzfristige Nahrungsverweigerung für unser Immunsystem tun kann

Fasten liegt gerade voll im Trend. Von mehrtägigen Heilfastenkuren bis hin zum Intervallfasten haben verschiedene Fastenarten Konjunktur. Doch wie gut ist Fasten wirklich, und welche Auswirkungen kann es auf die Gesundheit haben? Hier gehen wir diesen und anderen Fragen nach, die sich jedem Fastenden stellen. 

Woher stammt die Idee des Fastens?

Zunächst einmal kann man davon ausgehen, dass das Fasten bereits zur Steinzeit ein regelmäßig vorkommender Zustand war. Vor der Sesshaftigkeit der Menschen, bei der durch die landwirtschaftliche Revolution die Nahrung planbarer und dauerhaft verfügbarer wurde, war der Mensch zum Großteil seiner Zeit beschäftigt, passende Nahrung zu finden. Als Jäger und Sammler fand die menschliche Evolution mehrere zehntausende Jahre in einer Umgebung statt, in der ein – zugegeben unfreiwilliger – Fastenzustand regelmäßig vorkam. Anders ausgedrückt: der Körper ist dafür gemacht und darauf angepasst, gelegentlich zu fasten. Eine nun dauerhafte, mehrmals tägliche Versorgung mit Nahrung, über Jahre hinweg und ohne Pause, ist nach der Logik der unnatürlichere Zustand. Entsprechend gibt es Hypothesen, die besagen, dass Fasten wieder regelmäßiger in das Leben eines Menschen einzubauen, gesund sein kann. Der Verdauungstrakt kann sich erholen und es können Prozesse stattfinden, die in diesem Ruhemodus sonst viele Jahre nicht stattfinden. 

Das Fasten geht aber auch auf die Antike zurück. Damals war die Theorie von Mikro- und Makrokosmos verbreitet. Laut dieser hat die Ernährung nicht nur körperliche Auswirkungen, sondern bestimmt auch das Temperament, das Verhalten, die Stimmung und sogar die Politik. Zwar werden moderne wissenschaftliche Studien dieser Theorie kaum beipflichten, wer jedoch selbst regelmäßig fastet, wird sicherlich einen Zusammenhang erkennen. Besonders die Pythagoreer legten den Grundstein für heutzutage beliebte Fastenarten, indem sie eine fleischlose Ernährungsweise propagierten. 

In den meisten Religionen spielt das Fasten eine wichtige Rolle. Dabei sind die Bedingungen je nach Fastenzeit und Glaube mehr oder weniger streng. Betrachtet man die Religionen als Sammlungen von Ratschlägen, zeigt sich, dass man bereits zu ihrer Entstehungszeit, um die Bedeutung des Fastens wusste und es zu einem wichtigen Bestandteil des Lebens machte. 

Beliebteste Fastenarten: von Buchinger bis Intervallfasten

Heute kennen wir zahlreiche Fastenmethoden. Zu den Bekanntesten gehört das Buchinger Fasten, welches nach seinem Erfinder, dem deutschen Arzt Otto Buchinger, benannt ist. Das Heilfasten nach Buchinger findet in der Regel in klinischem Rahmen statt. Bei dieser Methode wird gänzlich auf feste Nahrung verzichtet. Dafür wird umso mehr Flüssigkeit konsumiert - rund 2-3 Liter pro Tag sollen es sein. Beim Heilfasten nach Buchinger wird auch auf den psychischen Aspekt eingegangen. 

Eine weitere Methode des Fastens, die sich großer Beliebtheit erfreut, ist das Basenfasten. Diese Methode ist weniger streng als die Buchinger-Methode, da man Gemüse und Obst zu sich nimmt. Erlaubt sind nur Lebensmittel, die basisch verstoffwechselt werden. Dazu zählen auch Öle. Das Basenfasten dient einer angeblichen Entgiftung des Körpers und soll den Stoffwechsel ankurbeln. Dem Basenfasten ähnlich, jedoch etwas strikter, ist das Saftfasten. Hier wird mehrmals pro Tag ein Glas Saft getrunken. Auch das Saftfasten dient der Entlastung des Körpers und soll sein natürliches basisches Gleichgewicht wiederherstellen. 

Derzeit sorgt das Intervallfasten für Furore. Im englischsprachigen Raum wird diese Methode als "Intermittent Fasting" (IF) bezeichnet. Streng genommen geht es hier nicht um eine eigentliche Fastenkur, sondern um ein Modell, das regelmäßig im Alltag angewendet werden kann. Hier kommen verschiedene Ansätze zum Tragen. Einige Menschen schwören auf das 16:8-Modell, bei dem man nur innerhalb von acht Stunden pro Tag essen darf.

Anhänger des Intervallfastens beziehen sich hier ebenfalls auf die historische Entwicklung der menschlichen Ernährung, in der Fastenphasen gang und gäbe gewesen sind. Das heißt, dass nicht 3x am Tag gegessen wurde, wie es in unserer heutigen Kultur üblich ist. Somit wird das Intervallfasten als etwas Natürliches aufgefasst. Apps wie „Fastic“ geben Usern tolle Tipps rund ums Intervallfasten und helfen bei der Zeitmessung. Hier kannst Du Dich auch mit anderen Nutzern austauschen und Dich täglich über neue Rezepte oder Übungen informieren. Das Ganze soll dabei keine Einschränkung des Lebens bedeuten, sondern etwas sensibilisieren und bessere Essroutinen etablieren, sodass ein gesünderes Essensverhalten immer leichter fällt.

Fasten und Langlebigkeit: Das sagen Studien

Auch die Wissenschaft interessiert sich für Fastenkuren. Es gibt sogar Biologen und Ärzte, die Fastenkuren und eine kalorienreduzierte Ernährung als einen Garant für Langlebigkeit halten. Der wohl bekannteste Name in diesem Zusammenhang ist derjenige des US-amerikanischen Gerontologen Roy Walford. Als Gründer der "Calorie Restriction Society" (Gesellschaft für kalorienreduzierte Ernährung) setzte er sich Zeit seines Lebens für leichte und gesunde Kost ein. Der Gedanke hinter der kalorienreduzierten Ernährung ist, dass sich die Lebenserwartung mit kalorienarmer, aber hochwertiger Nahrung um rund 30 % steigern lässt. Diese Mutmaßungen wurden in Laborstudien untersucht und tatsächlich auch bewiesen. Unter der Ägide von Roy Walford promovierte der, aus Italien stammende, Biologe Dr. Valter Longo an der UCLA. Longo ist unter anderem der Entwickler der Fasting Mimicking Diet und hat den Bestseller „Iss dich jung – die Longevità Diät“ geschrieben . 

Fasting Mimicking Diet: Was ist Mimic Fasting?

Die Fasting Mimicking Diet („Scheinfasten“) ist ein Konzept, das es erlaubt, die klassische Fastenmethode leichter in den Alltag zu integrieren. Der Unterschied zu herkömmlichen Fastenkuren besteht darin, dass beim Scheinfasten feste Nahrung und mehr Kalorien eingenommen werden – allerdings nur so viel, dass der Körper trotzdem nachweislich in einen Fastenzustand kommt. Dafür muss ein strikter Ernährungsplan eingehalten werden, der bspw. auch keinen Zucker (d.h. auch kein Obst) gestattet. Stattdessen dreht sich alles um gegrilltes Gemüse, Rohkost, Nüsse, Samen und Olivenöl. Die Scheinfasten-Diät erstreckt sich über einen Zeitraum von 5 Tagen und wird idealerweise 2-4x im Jahr durchgeführt. Die höhere Menge an Essen gibt ein vergleichsweise großes Völle-Gefühl und macht das Fasten einfacher als bei den anderen bekannten Fastenmethoden (Intervallfasten hierbei ausgeklammert). Wer das Scheinfasten einmal probieren möchte, kann das von Prof. Longo mitentwickelte Fasten-Fertig-Paket von ProLon ® kaufen oder sucht sich spezielle Scheinfasten Rezepte für insgesamt 5 Tage heraus. Eine wichtige Rolle neben den Gerichten spielen auch Nahrungsergänzungsmittel: In vielen Studien werden beim  Fasten als Ergänzung und Optimierung zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe und/oder Omega-3-Fettsäuren eingenommen.  

Welche Fastenkur ist die richtige für mich?

Keine Frage, Fasten tut gut. Der Darm wird entlastet, man gönnt dem Magen eine Pause, und auch das Immunsystem wird gestärkt. Falls bei Dir ein Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie vorliegt, kann eine Fastenkur zuträglich sein. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Indikationen und Krankheitsbilder, bei denen das Fasten helfen soll – wie bspw. Prof. Michalsen von der Charité Berlin in seinem Bestsellerbuch schreibt. Zudem sind Modelle wie Intermittent Fasting oder die Fasting Mimicking Diet ausgezeichnete Alternativen zu den bisher beliebten Crash-Diäten. Du lernst, auf die Signale Deines Körpers zu achten und nimmst am Ende der Fastenzeit viel stärker wahr, was Dein Organismus wirklich benötigt. Außerdem entwickelst Du eine größere Wertschätzung für dein Essen im Alltag. Wenn das alles auch noch nachweislich gut für Körper und Abwehrkräfte ist, kommt man für ein gesundes Lebens nicht drum herum.