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Wie funktionieren die Abwehrkräfte - ein Blick hinter die Kulissen deines Immunsystems

Wie funktionieren die Abwehrkräfte und das Immunsystem

Du möchtest aktiv etwas für dein Immunsystem tun, weißt aber noch nicht genau, wie? Dann solltest du dir zunächst einmal die Frage stellen: Wie funktionieren die Abwehrkräfte überhaupt und was tut unser Körper im Falle einer Ansteckung?
Denn, wenn du weißt, wie dein Körper funktioniert, kannst du dir viel leichter Positives an- und Negatives abgewöhnen. Auf dem Weg zur Beantwortung dieser Frage tauchen wir zunächst einmal in den Mikrokosmos des Körpers ab schauen unter die Haut und ins Blut.

Wie funktionieren die Abwehrkräfte?

Meist machen wir uns keine Gedanken darüber, wie genau unser Immunsystem funktioniert. Solange wir gesund sind, funktioniert es einfach und unser Körper fühlt sich auch gesund und vital an.
Grundsätzlich solltest du verstehen, dass es drei verschiedene Stufen unserer Immunabwehr gibt: die anatomischen Barrieren, die unspezifische Immunabwehr und die spezifische Immunabwehr.
Wie funktionieren die Abwehrkräfte also genau? Das hängt vor allem von dem Teil ab, über den wir sprechen.
Zu den anatomischen Barrieren zählen etwa Haut oder Schleimhäute. Solange deine Haut intakt bleibt, bildet sie ein Schutzschild gegen Keime, aber ein kleiner Schnitt oder eine Abschürfung genügen und Keime können in die Wunde eindringen. Auch unsere Schleimhäute sind ein wichtiger Schutzmechanismus, gemeinsam mit Nasenhaaren in der Nase oder Flimmerhärchen in den Bronchien werden viele Erreger bereits vor dem Eindringen aussortiert.
Problematisch wird es vor allem, wenn du selbst diese Barrieren überwindest. Rund 15 Mal fassen wir uns im Schnitt pro Stunde ins Gesicht, gerade in Bus und Bahn reiben wir die Keime quasi direkt hinter unseren körpereigenen Schutzwall. Die Frage, wie funktionieren die Abwehrkräfte sollte also immer zusammen mit der Frage gestellt werden, wie wir diese Funktion ideal aufrecht erhalten können. Regelmäßiges Händewaschen hilft bereits, auch das Feuchthalten der Schleimhäute ist wichtig, denn dadurch kann unser Körper Enzyme bilden, um die Erreger aus Nase und Mund zu befördern. Wenn du gleichzeitig in die Ellbeuge niest, verreibst du die Erreger auch nicht in der Umwelt oder deinem Gesicht.

Die Immunabwehr im Körper

Aber wie funktionieren die Abwehrkräfte, wenn der initiale Schutz des Körpers erst einmal überwunden ist? Dann schlägt die erste Verteidigungslinie deines Körpers zu, die sogenannten Fresszellen.
Die Fresszellen sind ein Teil der unspezifischen Immunabwehr und reagieren dann, wenn die Barrieren überwunden sind. Geraten also Erreger in deinen Körper, so ist die Chance recht hoch, dass die Fresszellen zuerst reagieren. Alles, was diese Zellen als schädlich ausmachen, wird sofort angegriffen - die Fresszellen selbst gehören zu den weißen Blutkörperchen.
Passieren Fremdstoffe die Mandeln, wird dort "geprüft", ob die Stoffe schädlich sind. Die Fresszellen in deinen Lymphknoten filtern die Erreger aus der Gewebeflüssigkeit, diese Reaktion lässt folglich auch deine Lymphknoten anschwellen. So funktionieren die Abwehrkräfte nicht einfach nur still im Inneren deines Körpers, sondern du spürst unmittelbar, wie dein Immunsystem arbeitet.

So funktionieren die Abwehrkräfte im spezifischen Krankheitsfall

Aber die unspezifische Immunabwehr erwischt leider nicht in jedem Fall alle Erreger und das bedeutet, dass Keime, Viren oder Bakterien in deinem Körper zunächst einmal freie Hand haben. Dies geschieht auch dann, wenn dein Körper die Erreger zunächst nicht als Schadstoffe erkennt.
In diesem Fall greifen die Mechanismen der spezifischen Immunabwehr und hier funktionieren die Abwehrkräfte wohl organisiert wie eine Machine.
Die im Knochenmark entstehenden Lymphozyten suchen sich zunächst einmal die Erreger und speichern die Passform der Erreger. Dafür sind B-Zellen verantwortlich, die Antikörper herstellen. Diese Antikörper binden sich an die Erreger und sorgen so dafür, dass diese deinem Körper nicht mehr schaden können. Antikörper produziert dein Körper dann in großem Stile und diese überrennen die Erreger, um anschließend von Fresszellen aus dem Kreislauf entfernt zu werden. Gleichzeitig bleiben einige B-Zellen als Gedächtniszellen zurück, so dass dein Körper sich nicht zwei Mal von den gleichen Erregern befallen lässt. Nach genau diesem Prinzip funktionieren übrigens auch Impfungen, wo Erreger in harmloser Menge in deinen Körper gelangen, so dass dein Körper für den Ernstfall vorbereitet ist.

So funktionieren die Abwehrkräfte - wie hilfst du den Abwehrkräften aktiv?

Die beste Verteidigung gegen Viren, Keime und Bakterien ist es, diese gar nicht erst in den Körper gelangen zu lassen. Bleibt die Barriere deines Körpers aktiv, bist du auch in der Erkältungszeit optimal vorbereitet. Mit Hygiene und Umsicht, was deine Hände angeht, kannst du bereits viel Ansteckungspotential vermeiden. Hältst du gleichzeitig noch deine Schleimhäute feucht (durch ausreichende Hydrierung, Tees, Ingwer, Nasenduschen etc.), schaffst du einen starken Schutzwall gegen Keime.
Mit gesunder Ernährung und nachhaltiger Lebensweise, viel Zink, Eisen und den Vitaminen A, C, E und D in deinem Körper stellst du außerdem sicher, dass deine Immunabwehr stets Bestleistungen bringen kann. Und das bedeutet vor allem: Obst, Gemüse und gesunde Ernährung sind die besten Versicherungen, um sich nicht zu erkälten oder die Krankheitszeit zu minimieren.